Weltweit vernetzt: UZH Alumni Vancouver

Published on November 14, 2023

Weit weg von der Heimat, verbunden durch einen gemeinsamen Studienort, formiert sich derzeit das UZH Alumni Chapter Vancouver. Weshalb sie sich auf der anderen Seite des Globus der UZH besonders nah fühlt, erzählt UZH-Alumna Nina Bader (MA UZH in Politikwissenschaften 2017) im Porträt. 

Die Gründung eines Alumni-Chapters in Vancouver war schon lange in der Pipeline. Nina Bader und Mitgründer Johann Roduit wollten eigentlich im März 2020 starten, mussten die Gründungsveranstaltung wegen der Pandemie aber immer wieder verschieben. Diesen Sommer war es endlich so weit: «Wir hatten das Glück mit UZH-Professor Thomas Puschmann einen Gast zu haben, der selbst als Direktor des Swiss Fintech Innovation Lab an der UZH und seine Professur an der University of the Fraser Valley die Verbindung zwischen Zürich und Vancouver lebt», berichtet Nina Bader. «Der Event war ein starker Start. In den nächsten Monaten muss sich nun der Charakter unserer Gruppe formen. Ich bin daher sehr gespannt, was kommt und wen wir noch kennenlernen dürfen.»

Ein Herz für Vancouver…

Die UZH-Alumna ist vor sieben Jahren nach Kanada gezogen. «Vancouver ist eine wunderschöne Stadt, direkt am Meer und umrundet von Bergen. Das macht mein Schweizer Herz umso glücklicher. Man kann wandern, schwimmen und skifahren, hat aber auch alle Vorteile einer multikulturellen Grossstadt», schwärmt sie von ihrer Wahlheimat. Die Auswanderung war gut geplant: «Ich wollte diesen Schritt nur mit einer guten Jobmöglichkeit wagen, die ich damals bei der Kanadisch-Schweizerischen Handelskammer gefunden habe. Das ist wohl eine sehr schweizerische Herangehensweise», lacht sie. Inzwischen arbeitet die studierte Politologin bei einem kanadischen Cleantech Accelerator und unterstützt die Umsetzung von innovativen und nachhaltigen Lösungen hauptsächlich im Bereich der Wassertechnologie mit Startups und Industrievertretern. «Der Umzug ins Ausland hat eine Flexibilität ins Leben gebracht, die ich vorher nicht kannte. Ich bin viel offener für das, was auf mich zukommt.»


… und für die UZH

Erst kürzlich hat Nina Bader den kanadischen Pass bekommen. Sie hat also nicht vor, ihre Zelte demnächst wieder abzubrechen. Und trotzdem: «Gerade durch das Leben im Ausland habe ich wahrscheinlich eine viel engere emotionale Bindung zu meiner Alma Mater.» Die Erinnerungen an die UZH sind vielfältig: «Wir hatten eine tolle Studiengruppe am Institut für Politikwissenschaften in Oerlikon. Dort haben wir viele Stunden verbracht, Arbeiten geschrieben, Kaffee getrunken und sogar mitten in der Nacht die US-amerikanischen Wahlen verfolgt.» Die UZH-Alumna ist stolz darauf, an der Universität Zürich studiert zu haben und freut sich immer, wenn sie in Vancouver Leute trifft, die auch in Zürich waren, oder wenn sie etwas von ihren ehemaligen Professorinnen und Professoren im Radio hört oder in der Zeitung liest – «ja, ich konsumiere noch Schweizer Medien», gesteht sie. Zwei ihrer besten Freundinnen hat sie am ersten Tag des Bachelorstudiums an der UZH getroffen mit denen sie erfolgreiche Fernfreundschaften führt. Ihre Verbundenheit zur UZH ist also vielschichtig.

Schon früher engagierte sich Nina Bader gerne für Vereine und Organisationen. Durch das UZH Alumni Chapter Vancouver möchte sie ihre Verbindung zur Schweiz aufrechterhalten, auf dem Laufenden bleiben, akademische Beziehungen pflegen und natürlich auch hin und wieder einmal Schweizerdeutsch sprechen. «Wir sind im Moment noch eine kleine Gruppe und müssen uns erst etablieren, was natürlich Chancen bietet», erklärt sie, «So können wir Neues ausprobieren und müssen keinen alten Strukturen folgen.» Auch eine Zusammenarbeit mit anderen Schweizer Alumni-Organisationen in der Stadt bietet sich an, so haben beispielsweise die ETH und die EPFL ebenfalls je eine Alumni-Gruppe vor Ort.

Anna-Julia Lingg, UZH Alumni