
UZH Startup Stories: HR ConScience
Erfolgreiche Forschungsarbeiten und kreative Ideen motivieren zahlreiche Ehemalige der UZH, ihr eigenes Unternehmen zu gründen. In der Serie «UZH Startup Stories» stellen wir Jungunternehmer:innen und gestandenen Entrepreneurs Fragen zum Schritt in die Selbstständigkeit. Heute mit Anja Feierabend, Dr. oec. UZH 2012, und Lea Rutishauser, Dr. oec. UZH 2017, Gründerinnen von HR ConScience.
Unternehmen:
HR ConScience GmbH, www.hrconscience.ch
Geschäftsidee: Wie, was, warum?
In der Praxis basieren viele Managemententscheidungen auf persönlicher Erfahrung und Intuition. Es fehlt an Ressourcen für eine vertiefte Auseinandersetzung mit den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Fakten. Obwohl unser Bauchgefühl wichtig ist, sind faktenbasierte Entscheide grundlegend für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. Um für spezifische Anliegen die beste Lösung zu finden, nutzt HR ConScience ein massgeschneidertes Vorgehen basierend auf wissenschaftlichen Methoden. Somit schaffen wir für Unternehmen evidenzbasierte Entscheidungsgrundlagen für ein effizientes und erfolgsversprechendes Management der Human Ressourcen.
Die Gründerinnen:
Anja Feierabend und Lea Rutishauser haben beide ihr Doktorat in Wirtschaftswissenschaften an der UZH abgeschlossen. Anja Feierabend hatte sich während dem Studium auf Neuropsychologie und Human Resource Management spezialisiert, während Lea Rutishauser den Fokus auf Betriebswirtschaftslehre und Management hatte. Beide Gründerinnen sind neben ihrer Tätigkeit bei HR ConScience auch weiterhin in der Forschung und Lehre tätig.
Das Gründungsjahr: Wann begann es und wann wurde es offiziell?
Die Idee für das Startup entstand während unserer Dissertationszeit am Lehrstuhl für Human Resource Management an der UZH. Immer wieder kamen Anfragen von Unternehmen, welche gerne ein praktisches Problem aus einer wissenschaftlichen Perspektive analysiert haben wollten. Leider fehlte uns während der Dissertationszeit oft die Kapazität, um uns diesen spannenden, anwendungsorientierten Fragestellungen zu widmen. Nach Abschluss des Doktorats wollten wir uns dieser Herausforderung stellen und setzten die Idee eines Startups, das die Brücke zwischen der HR-Wissenschaft und Praxis bildet, in die Tat um. Offiziell im Handelsregister eingetragen haben wir das Startup im August 2017.
Anzahl Mitarbeitende:
Wir haben das Startup zu Dritt gegründet, sind jetzt noch zu zweit. Anders als viele Startups ist es nicht unser Ziel schnell stark zu wachsen. Wir verstehen uns als kleine Boutique, welche je nach Projekt und Fragestellung mit verschiedenen Expertinnen und Experten aus unserem Netzwerk zusammenarbeitet. Wir lassen uns immer wieder gerne auf neue, spannende Fragestellungen und Projekte ein, die uns neugierig machen und herausfordern. An solchen Projekten wachsen wir; gemeinsam mit unserem Netzwerk.
Wichtigste Meilensteine:
Einzug in unser Büro in Zürich Wipkingen, Fünfjahresjubiläum
Das Beste an der Selbstständigkeit:
Antworten, Lösungswege und Handlungsoptionen für praktische Fragestellungen schaffen. Wir lernen mit jedem Projekt Neues dazu und kein Tag ist wie der andere.
Niemand ist perfekt – Dinge, die wir beim nächsten Mal anders machen würden:
Wir Gründerinnen hatten alle einen ähnlichen Ausbildungshintergrund. Hier würden wir ein nächstes Mal vielleicht von Anfang an noch andere Fähigkeiten miteinbringen.
Die dunkle Seite der Selbständigkeit:
Während man alle Freiheiten hat und spannende Projekte machen kann, bringt die Schattenseite entweder eine sehr hohe Arbeitsauslastung oder bei unsicherer Auftragslage auch schwierige Situationen mit Zweifeln und Existenzfragen mit sich. Diese Extreme muss man aushalten.
Dos & Don't's: Ratschläge für angehende Unternehmer:innen:
Der Austausch mit anderen lohnt sich. Am besten bildet man ein Netzwerk mit anderen, die in der gleichen Lage sind (junge Unternehmerinnen und Unternehmer), um sich gegenseitig zu unterstützen, herauszufordern, und auszutauschen.
Beste Teambuilding-Übung:
Kaffeetrinken, Mittagessen, Feste feiern
Inspiration – unsere Vorbilder:
Verschiedene Wegbegleiter und Wegbegleiterinnen, die uns gezeigt haben, dass wir unsere eigenen Ideen verwirklichen können.
Die UZH bedeutet für uns:
Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft: Wir haben unser Wissen, die Grundlage unseres Startups, an der UZH erworben und uns da kennengelernt. Wir vernetzten uns auch heute immer noch weiter mit UZH Alumni und sind in der Lehre tätig. Wir hoffen, dass wir viele zukünftige Führungskräfte und Entscheidungsträger davon überzeugen können, dass sich ein evidenzbasiertes und wissenschaftlich fundiertes Management der Human Ressourcen auszahlt.
UZH Startup Label
Seit 1999 wurden an der Universität Zürich mehr als 100 Spin-offs gegründet, die basierend auf Technologien der UZH neue Produkte entwickeln oder zur Marktreife führen. Studierende und Ehemalige der UZH gründeten zudem eine Vielzahl weiterer Startups. Seit 2017 vergibt die UZH ausgewählten Spin-offs und Startups das UZH Startup Label. Mit dem UZH Startup Label werden Unternehmen Teil einer innovativen Gemeinschaft an der Universität Zürich.
Sind Sie Entrepreneur:in? Beantragen Sie das UZH Startup Label.
UZH Alumni Entrepreneurs
Spin-offs und Unternehmer:innen der Universität Zürich spielen eine immer wichtigere Rolle im Schweizer Startup-Ökosystem. Das interdisziplinäre Chapter UZH Alumni Entrepreneurs widmet sich der Förderung von Innovation, Leadership und Unternehmertum. Mehr erfahren
Anna-Julia Lingg, UZH Alumni
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