Stärkung der Beziehungen zu Korea

Published on October 2, 2025

Im Jahr 2023 feierten die Schweiz und die Republik Korea 60 Jahre diplomatische Beziehungen – ein Meilenstein in einer Partnerschaft, die auf Respekt, Innovation und Zusammenarbeit basiert. Der Schweizer Bildungs-, Forschungs- und Innovationssektor ist durch gemeinsame Projekte und jährliche Austauschplattformen wie die Swiss-Korean Innovation Week eng mit dem koreanischen Sektor verbunden. Auf dieser Dynamik aufbauend, besuchte eine Delegation der UZH Korea, um die Beziehungen zu stärken und neue Möglichkeiten zu erkunden.

Gemeinschaft aufbauen: UZH-Alumni treffen sich in Korea

Die enge Zusammenarbeit und die starken Beziehungen zwischen Korea und der UZH wurden anlässlich der Veranstaltung «UZH Alumni & Friends» gefeiert, die von der Schweizer Botschaft in Seoul ausgerichtet wurde. Der Abend brachte Alumni, Freunde und Partner zusammen, um alte Kontakte aufzufrischen und Erinnerungen auszutauschen. In ihrer Eröffnungsrede hob die Schweizer Botschafterin Nadine Olivieri Lozano die Bedeutung Koreas für die wissenschaftliche Zusammenarbeit hervor, wie sie in der offiziellen «Asia G20 Strategy 2025-28» der Schweiz unterstrichen wird.

Ein Höhepunkt des Abends war der Vortrag von UZH-Alumna Laura Apicella, die heute als Projektbeauftragte im Büro für Wissenschaft und Technologie der Schweizer Botschaft in Seoul tätig ist. Laura hat an der UZH Japanologie und Sinologie studiert und lebt und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt in Seoul. Mit Humor und spannenden persönlichen Anekdoten nahm sie ihre Kommilitonen mit auf eine Reise zurück auf die Campus der UZH und liess ihre Studienerinnerungen lebendig werden.

„Was bedeutet Ihnen die Universität Zürich und die Schweiz?“ Bei dem UZH-Alumni-Treffen in Seoul im September 2025 wurden viele Geschichten ausgetauscht.


Förderung der Zusammenarbeit: Das Leading House Asia Pacific

Während ihres Besuchs traf die Delegation mit Vertretern der Korea University, der Yonsei University und der National Research Foundation of Korea (NRF) zusammen, um das Leading House Asia Pacific vorzustellen, eine Initiative der Schweizer Regierung, die derzeit von der UZH betreut wird. Das Programm unterstützt die bilaterale Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft, Bildung und Innovation zwischen der Schweiz und 16 Ländern im asiatisch-pazifischen Raum, darunter Korea, im Auftrag des Schweizer Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI).

Die Vertreter der UZH ermutigten die koreanischen Hochschuleinrichtungen, Möglichkeiten und Finanzierungsmechanismen zu prüfen, die gemeinsame Forschung und akademische Mobilität fördern.

UZH trifft sich mit der Yonsei-Universität (von links nach rechts): Changsoon Kwak, stellvertretender Dekan für Forschungsadministration, Büro für Forschungsangelegenheiten; Prof. Sang-Jun Ha, stellvertretender Dekan, Büro für Forschungsangelegenheiten; Prof. Jongill Hong, Vizepräsident, Büro für Forschungsangelegenheiten (alle Yonsei-Universität); Katja Durkin-Sommerhalder, Leiterin Globale Angelegenheiten; Leslie Reinhard, Partnerschaftsmanagerin; Raphael Kunz, stellvertretender Leiter Globale Angelegenheiten


Stärkung von Partnerschaften: Institutionelle Verbindungen und gemeinsame Forschung

Auf institutioneller Ebene ist die UZH durch das globale Universitätsnetzwerk Universitas 21 (U21), dem beide Institutionen angehören, eng mit der Korea University verbunden. Ebenso intensiv ist die Forschungszusammenarbeit. Mit mehr als 1200 gemeinsamen Publikationen in den letzten fünf Jahren ist die UZH für rund ein Fünftel aller schweizerisch-koreanischen Forschungsarbeiten verantwortlich und damit die zweitaktivste Universität der Schweiz in der Zusammenarbeit mit Korea.

Entgegen dem globalen Trend sinkender Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) hat die koreanische Regierung kürzlich eine bemerkenswerte Erhöhung ihres F&E-Budgets um 20 % auf einen Rekordwert von 25 Milliarden US-Dollar angekündigt. Gleichzeitig ist Korea zum ersten Mal als assoziiertes Mitglied dem Programm «Horizon Europe» beigetreten.

Mit neuen Finanzierungsschwerpunkten in Bereichen wie künstliche Intelligenz, Weltraum- und Naturwissenschaften, einschließlich Grundlagenforschung, eröffnen diese Entwicklungen bedeutende Möglichkeiten für eine Vertiefung der schweizerisch-koreanischen Forschungszusammenarbeit, und die UZH ist gut positioniert, um dabei eine führende Rolle zu übernehmen. 


Leslie Reinhard, UZH Global Affairs