FAN-Fellowships 2026: Zwölf Nachwuchsforschende der UZH erhalten «Academic Excellence Fellowships»

Published on May 26, 2026

2026 vergibt der Fonds zur Förderung des akademischen Nachwuchses (FAN) von UZH Alumni «Academic Excellence Fellowships» an zwölf Nachwuchsforschende der Universität Zürich. Mit einer Gesamtfördersumme von CHF 1’220’000 – einem markanten Sprung gegenüber dem Vorjahr – unterstützt UZH Alumni Projekte, die im kompetitiven Auswahlverfahren durch wissenschaftliche Qualität und gesellschaftliche Relevanz überzeugten.

Die Forschungsthemen der diesjährigen Fellows spiegeln die aussergewöhnliche Breite der UZH wider: Sie reichen von der epigenetischen Steuerung der DNA-Replikation und neuen Ansätzen in der Krebstherapie über geschlechtsspezifische Muster in der Autismusforschung und psychische Gesundheit im Schulkontext bis hin zu Drohnennavigation per maschinellem Lernen und völkerrechtlichen Graubereichen moderner Konflikte.

«Mit einer Rekordsumme für zwölf herausragende Forschende mit zwölf wegweisenden Projekten markiert das Jahr 2026 einen wichtigen Meilenstein für den FAN», bilanziert FAN-Präsident Dr. Balz Hösly. «Wir konnten über eine Million Franken in den wissenschaftlichen Nachwuchs der UZH investieren! Diese wichtige Unterstützung von unseren zukünftigen akademischen "Leitsternen" ist ein Zeichen der Stärke unserer UZH-Alumni-Gemeinschaft und unserer grosszügigen privaten und Stiftungs-Sponsoren. Ihre Beiträge zur Überbrückung der "Durststrecke" zwischen Doktorat und akademischer Lehrtätigkeit ermöglichen heute exzellente Grundlagenforschung, die Lösungen für unsere gesellschaftlichen Herausforderungen von morgen schaffen kann.»

Die FAN-Fellows 2026

  • Dr. Isabel Díez Santos erforscht, wie Epigenetik DNA-Replikation in einzelnen Zellen steuert. Dadurch soll ein grundlegender Mechanismus aufgedeckt werden, der Zellteilung und Entwicklung koordiniert.
  • Dr. Hassan Fazilaty geht der Frage nach, ob Tumoren bei Darmkrebs embryonale Entwicklungsprogramme reaktivieren, um zu wachsen und Therapien zu entgehen – und ob deren Blockade neue Behandlungswege eröffnet.
  • Dr. Dorothea Floris verbindet Hirnbildgebung mit genetischen und kognitiven Daten, um zu verstehen, warum Autismus sich bei Mädchen und Frauen anders manifestiert und häufig spät oder gar nicht erkannt wird.
  • Dr. Patrick Forny verfolgt einen neuartigen Therapieansatz bei seltenen Stoffwechselerkrankungen: die gezielte Hemmung eines mitochondrialen Abbauenzyms, um die Coenzym-Q-Produktion in kranken Zellen zu reaktivieren.
  • Dr. Kevin Groen untersucht, wie Antikörper gegen Typ-I-Interferone nicht nur die Virusabwehr schwächen, sondern auch schädliche Immunreaktionen auslösen können – als Grundlage für neue Therapien.
  • Dr. Kishiya Hidaka rekonstruiert, wie sich im antiken Judentum unter politischen Umbrüchen ein neues Verständnis des Menschen herausbildete. Das Projekt trägt zum Verständnis bei, wie Gesellschaften in Krisenzeiten grundlegende Vorstellungen vom Menschen neu formulieren.
  • Dr. Martina Jakob vergleicht in einer Feldstudie mit 150 Schulen in El Salvador, ob Schulpsycholog:innen oder gezielt geschulte Lehrpersonen die psychische Gesundheit von Kindern wirksamer fördern.
  • Dr. Sava Jankovic beleuchtet, wie hybride Kriegsführung und Grauzonenoperationen bewusst unterhalb der Schwelle offener Konflikte bleiben und damit Lücken im internationalen Friedens- und Sicherheitsrecht ausnutzen.
  • Dr. Alaz Özcan untersucht, wie Immunzellen – insbesondere Neutrophile – zur krankhaften Umgestaltung des Lungengewebes bei Fibrose beitragen, und leitet daraus neue Therapieansätze ab.
  • Dr. Andreas Panagopoulos erforscht, wie es zu Ganzgenomverdoppelungen in Krebszellen kommt, welche Mechanismen der dadurch getriebenen Krebsentwicklung zugrunde liegen und wie sich polyploide Tumorzellen gezielt angreifen lassen.
  • Dr. Marta Paolucci entwickelt ein humanes 3D-Hautmodell mit funktionellen Mastzellen, das entzündliche Hauterkrankungen realistisch abbildet und die Entwicklung neuer Therapien ohne Tierversuche ermöglicht.
  • Dr. Rudolf Reiter stattet Drohnen mit der Fähigkeit aus, während des Flugs dazuzulernen: Durch die Kombination von maschinellem Lernen und bordeigener Simulation wählen sie stets die sicherste Navigationsstrategie.

Ausgezeichnete Exzellenz: Die FAN Awards 2026

Bereits im Februar wurden im Rahmen der «Sparkling Research»-Gala des Graduate Campus drei FAN Awards vergeben. Ausgezeichnet wurden Stefano Statunato für seine Dissertation zur normativen Theorie der Wissenschaftsfreiheit, Stephanie Santschi für ihre Citizen-Science-Plattform zur Erfassung der kulturellen Geographie japanischer Ukiyo-e-Druckgrafiken und Zoe Marti für ihre Forschung zur Rolle des Epstein-Barr-Virus und des HLA-DR15-Allels bei der Entstehung von Multipler Sklerose.

Zusammen mit den FAN Awards beläuft sich die Gesamtfördersumme für das Jahr 2026 auf CHF 1’235’000 – eine deutliche Steigerung zur Vorjahrssumme von CHF 706’000.

Der FAN und UZH Alumni gratulieren allen Ausgezeichneten herzlich und wünschen ihnen viel Erfolg bei ihrer weiteren Forschung.

Zu den FAN-Fellows 2026: www.fan4talents.uzh.ch/de/talente/2026.html


Über den FAN

Der Fonds zur Förderung des akademischen Nachwuchses (FAN) ist ein zentrales Förderinstrument von UZH Alumni für herausragende Forschende der Universität Zürich. Er unterstützt Talente aus allen Fakultäten und trägt damit zur Breite und Stärke des Wissenschaftsstandorts Zürich bei. Seit der Gründung 1998 hat der FAN über CHF 15 Millionen an mehr als 250 Nachwuchsforschende ausgeschüttet. Getragen wird er durch Spenden, Gönnerbeiträge und Legate von UZH-Alumni sowie durch Stiftungen.

Spenden: PostFinance, CH10 0900 0000 1502 6353 9

Begünstigter: UZH Alumni, Schönberggasse 15a, 8001 Zürich

Der FAN ist von der Erbschafts- und Schenkungssteuer befreit; Zuwendungen können steuerlich abgezogen werden.

Weitere Informationen: www.fan4talents.uzh.ch 

Kontakt

FAN-Geschäftsstelle · Sabine Höhl

Telefon +41 44 634 28 74 · [email protected] 

www.fan4talents.uzh.ch