
Weshalb Weiterbildung?
Für eine berufliche Neuausrichtung, zur Qualitätssicherung in der aktuellen Position oder um wissenschaftlich am Ball zu bleiben: Es gibt viele Gründe sich für eine Weiterbildung an der Universität Zürich zu entscheiden. Die Abteilung für Weiterbildung an der UZH hat Stimmen von Teilnehmenden und Trägern der Studiengänge gesammelt.
Informationen zu den Weiterbildungsprogrammen an der UZH
«Um Wissen in Theorie und Praxis aufzufrischen»

«Ich arbeite als Arbeits- und Organisationspsychologin am Universitätsspital Zürich. Zusammen mit meinem Team bin ich verantwortlich für das betriebliche Gesundheitsmanagement. Damit sich unsere Mitarbeitenden um das Wohlergehen der Patientinnen und Patienten kümmern können, müssen sie selbst gesund sein und bleiben. Das war während der Corona-Pandemie eine besondere Herausforderung. Pflegende, Ärzteschaft und weitere Berufsgruppen leisteten Aussergewöhnliches, andere arbeiteten plötzlich im Homeoffice oder auf einer anderen unbekannten Abteilung. Und das bedeutete für jeden Einzelnen eine neue, oft auch sehr stressige Situation. Aber wir durften auch erleben, wie die Mitarbeitenden des USZ gemeinsam alles darangesetzt haben, auch diese Aufgaben zu meistern. Für den CAS in Psychologie und Arbeit habe ich mich entschieden, weil ich mein Wissen in Theorie und Praxis auffrischen wollte. Mich hat auch das Thema digitale Arbeitswelt interessiert. Durch die Pandemie wurde diese Thematik dann plötzlich
brandaktuell.»
Anna Schuler, Teilnehmerin des CAS in Psychologie der Arbeit und Gesundheit in der digitalen Welt
«Um wissenschaftlich auf dem neusten Stand zu sein»

«Ich betreibe seit 11 Jahren eine Zahnarztpraxis in Unterägeri. Weiterbildung war für mich von Anfang an wichtig, deshalb absolvierte ich vor einigen Jahren den ersten CAS in Parodontologie, der an der UZH angeboten wurde. Jetzt habe ich mich für den MAS in Parodontologie entschieden, um weiterhin wissenschaftlich auf dem neuesten Stand zu bleiben. Die Nähe zur Universität und damit zur aktuellen Forschung in der Zahnmedizin ist mir ein grosses Anliegen – das ist natürlich auch im Interesse meiner Patientinnen und Patienten. Gerade bei der Parodontitis, die sehr häufig vorkommt, ist Vorsicht geboten, können doch gefährliche Keime im Mund den ganzen Körper bedrohen. Die Forschung sucht intensiv nach den Ursachen und modernen Behandlungsmöglichkeiten dieser Zahnerkrankung, und da möchte ich am Ball bleiben. Da ich allein in meiner Privatpraxis arbeite, schätze ich,auch den Austausch mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Studiengang.»
Dr. med. dent. Marc Vogel, Absolvent des MAS in Parodontologie
«Zur beruflichen Neuorientierung»

«Nach meinem Studium der Philosophie und Germanistik habe ich einige Zeit in der Administration des Alterszentrums Bürgerasyl-Pfrundhaus in Zürich gearbeitet. Mir hat die Arbeit mit den älteren Menschen dort sehr gefallen. Auch weil viele Aspekte des Menschseins hier zum Tragen kommen. So etwa die Auseinandersetzung mit dem Tod, der Verlust von Selbständigkeit oder die Rollen, die alten Menschen zugeschrieben werden, – das oft zu Unrecht. Wichtig ist es, die Potenziale des Alters aufzuzeigen und zu versuchen, diese bestmöglich zu fördern. Älterwerden kann auch eine Weiterentwicklung sein und nicht – wie oft angenommen – ein Defizit. Ich interessiere mich für eine Arbeit als Alterszentrumsleiterin und habe deshalb den CAS in Gerontologie ausgewählt. Im Moment habe ich eine zusätzliche Ausbildung in der Pflege begonnen, um auch diese Seite der Arbeit mit älteren Menschen kennenzulernen.»
Meret Bachmann, Teilnehmerin des CAS in Gerontologie
«Um am Puls der Zeit zu bleiben»

«Ich arbeite schon längere Zeit als Italienisch-Fachübersetzerin. Unser Beruf hat sich jedoch in den letzten Jahren stark gewandelt. Die maschinelle Übersetzung (MÜ) stellt uns nun vor Herausforderungen, die unsere Arbeit neu definieren und neue Massstäbe setzen. Unvollständige und fehlerhafte Satzkonstruktionen gehören der Vergangenheit an: Die MÜ-Systeme haben in jüngster Zeit massiv an Qualität gewonnen. Da sie auf künstlicher Intelligenz basieren, lernen sie laufend dazu und liefern inzwischen verblüffend gute Ergebnisse. Doch was genau muss man als Übersetzungsexpertin oder -experte beim Einsatz der MÜ beachten? Und was steckt technisch dahinter? Das wollte ich im CAS erfahren. Mir war es wichtig, dass der Studiengang auch diejenigen anspricht, die keinen Hintergrund in der Computerlinguistik haben. Im Laufe des CAS konnte ich mir nicht nur weitere technische Kompetenzen und ein umfassendes Fachwissen aneignen, sondern ich habe auch ein neues Bewusstsein für meinen Beruf und den Übersetzungsbereich
gewonnen.»
Marianna Tadolini, Absolventin des CAS in Translation Technology and AI
«Um Qualität zu sichern und zu gewährleisten»

«Nachdem ich im Bereich Bewegungsanalyse promoviert habe, arbeite ich als leitende Forscherin im Universitäts-Kinderspital Zürich im Team Orthopädie und Traumatologie. Um die Diagnostik und Behandlung für die kleinen Patientinnen und Patienten zu verbessern, führen wir gezielte Forschungsprojekte durch. Für den Erfolg unserer Projekte ist eine gute Planung entscheidend. Dabei gilt es, über ein gutes Know-how zu verfügen. Um den Schweizer Gesetzen beim Verfassen von Ethikanträgen gerecht zu werden und eine hochwertige Durchführung der Studien zu sichern, habe ich den CAS in Clinical Trial Management sowie den CAS in Clinical Monitoring belegt. Es geht dabei um die Vermittlung interdisziplinärer Kenntnisse zum Management klinischer Studien und um ganz konkrete Tätigkeitsfelder wie etwa die regulatorischen Anforderungen beim Schreiben von Ethikanträgen, die korrekte Durchführung von Studien, das Planen von qualitätssichernden Massnahmen und die Qualitätssicherung im Datenmanagement.»
Dr. Britta Krautwurst, Absolventin des CAS in Clinical Trial Management und CAS in Clinical Monitoring
«Um neue Methoden kennenzulernen»

«Ich komme aus Bulgarien und habe dort ein Jurastudium mit Schwerpunkt öffentliche Verwaltung mit Spezialisierung im Steuerrecht abgeschlossen. Seit 20 Jahren lebe ich in der Schweiz und arbeite als Leiterin Mediendienste in der Bibliothek des Rechtswissenschaftlichen Seminars. Ich mag Statistiken und habe bisher einige Fortbildungen im Bereich Datenanalyse, Datenvisualisierung und Datenbereinigung für Bibliothekare besucht. Für den CAS habe ich mich entschieden, weil ich hier eine neue Programmiersprache erlernt habe. Python hat mir ganz neue Möglichkeiten der Datenaufbereitung eröffnet und erleichtert nun meine tägliche Arbeit. Da ich 100 Prozent arbeite und zwei Kinder habe, musste ich gut überlegen, ob ich rein zeitlich den Kurs absolvieren kann. Bedingt durch die Corona-Pandemie wurde der Kurs online durchgeführt, und das war ein grosses Glück für mich, denn durch die Arbeit im Homeoffice sparte ich acht Stunden Pendelzeit pro Woche, die ich für den Studiengang investiert habe. Das war grossartig.»
Viliana Parusheva, Absolventin des CAS in Datenmanagement und Informationstechnologien
«Für einen berufsqualifizierenden Abschluss»

«Wer den MAS in Neuropsychologie ablegt, erhält eine vom Bundesamt für Gesundheit anerkannte Ausbildung. Und damit können die Absolventinnen und Absolventen als klinische Neuropsychologin oder klinischer Neuropsychologe tätig sein und selbständig abrechnen. Arbeit finden die Teilnehmenden zum Beispiel in Kliniken oder psychiatrischen Einrichtungen. Sie führen Therapien durch oder schreiben Gutachten. Weil das attraktiv ist, ist der Ausbildungsgang sehr beliebt. Im Moment führen wir eine Warteliste. Der Titel, den die Kursteilnehmenden nach der Ausbildung erhalten, ist in der ganzen Schweiz anerkannt, und er ist in seiner Konzeption und vom Lehrinhalt her im südlichen Europa einzigartig. Nur in Skandinavien gibt es einen vergleichbaren MAS. Ich muss sagen, dass ich stolz darauf bin, diesen Lehrgang konzipiert und realisiert zu haben. Die Studierenden haben mit dem MAS die Möglichkeit, zusätzlich zum akademischen Abschluss einen berufsqualifizierenden Abschluss im Bereich Medizin zu erlangen.»
Prof. Dr. Lutz Jäncke, Träger des MAS in Neuropsychologie
Weiterbildungs-ABC
CAS: Certificate of Advanced Studies. Spezifisches Wissen zu einem Thema führt in wenigen Monaten zur Zusatzqualifikation.
DAS: Diploma of Advanced Studies. Vertiefte Ausbildung in einem spezifischen Fachbereich für eine Zusatzqualifikation im angestammten Beruf oder neuen Fachgebiet.
MAS: Master of Advanced Studies. Dieser höchste Weiterbildungsabschluss führt zu einem akademischen Titel.
Anna-Julia Lingg, UZH Alumni
