Internationale Karrieren - Wie ist es, im Ausland zu arbeiten?

Während einer Zoom-Session an der «Langen Nacht der Karriere» teilten drei Alumni der UZH ihre Auslanderfahrungen mit mehr als 30 Studierenden. Roman Kern, Referatsleiter am Swissnex-Hauptsitz in Bern, Eszter Boros, Chemieprofessorin an der Stony Brook University, und Denis Berger, Rechtsanwalt in der Kanzlei Berger, ermutigten die Studierenden, sich auf dem internationalen Arbeitsmarkt zu orientieren und zu vernetzen.

Roman Kern, der 7 Jahre in den USA verbracht hat und nun in die Schweiz zurückgekehrt ist, gab den Studierenden 5 wichtige Ratschläge mit auf den Weg und ermutigte sie, «Chancen zu ergreifen und mit dem Strom zu schwimmen».

  • Den Wert von praktischen Erfahrungen und Freiwilligenarbeit nicht unterschätzen, alle Erfahrungen sind wichtig.
  • Praktika machen, z.B. in einem der Swissnex-Büros.
  • Die Möglichkeit der Green Card Lotterie in Betracht ziehen, falls die USA als potentielles Ziel in Betracht kommt (Roman Kern's Frau hat beim zweiten Versuch eine der 50'000 Green Cards pro Jahr gewonnen).
  • Lernen, sich zu vernetzen und Tools wie LinkedIn zu nutzen.
  • Weiterhin AHV zahlen und nicht alle Verbindungen zur Schweiz kappen.

Eszter Boros, die immer noch in den USA lebt und arbeitet, ging zuerst nach Vancouver, um an der University of British Colombia zu promovieren, nachdem sie mit 22 Jahren ihren Master in Chemie an der UZH gemacht hatte. Nach mehreren anderen Stellen verwirklichte sie ihren Traum, eine eigene Forschungsgruppe zu leiten. Auf ihrem Weg dorthin musste sie einige Visumsprobleme meistern, um schliesslich eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in den USA zu erhalten. Heute ist sie Professorin für Chemie an der Stony Brook University. Ihr Rat ist, das Karriereziel im Auge zu behalten.

Denis Berger hat an der UZH Jura studiert und sich dann entschieden, ein LLM-Programm in Asien zu absolvieren, zu einer Zeit, als alle in die USA oder nach Grossbritannien gingen. Sein Fokus lag auf dem IP-Recht. Denis verbrachte 6 Jahre in Hongkong und Shanghai, bevor er zurück nach Biel zog, wo er vor kurzem seine eigene Anwaltskanzlei eröffnete. Er sprach über den umgekehrten Kulturschock nach seiner Rückkehr. Er rät, neugierig zu sein, sich auf die neue Situation einzulassen und den neuen Ort nicht mit der Schweiz zu vergleichen, sondern offen zu sein. Das Schönste war für ihn, jeden Tag etwas Neues zu entdecken.

Die drei Alumni der Universität Zürich erwähnten Swissnex als eine Verbindung zwischen ihnen. Bis heute nutzen sie ihre internationalen Netzwerke für ihre Arbeit. Sie haben sich auch in den internationalen Alumni-Chaptern der UZH in Schanghai, Boston und New York engagiert oder leiteten diese. UZH Alumni ermutigte die Studierenden, nicht nur mit den drei Referierenden für weitere Fragen in Kontakt zu treten, sondern auch an die 14 internationalen Alumni-Chapter und deren Netzwerke zu denken, wenn sie ihre internationale Karriere starten. Viele Studierende nutzten den Austausch und erhielten von den 3 Alumni nützliche Ratschläge für ihre Fragen. Daniela Gunz von den UZH Career Services moderierte das Webinar.

Christina Gehres, UZH Alumni

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