Strategische Partnerschaft mit der Universität Kyoto

18 Aug 2020

Die Universität Zürich und Universität Kyoto gehen eine strategische Partnerschaft ein. Die zweitälteste Universität Japans und die UZH stärken ihre Zusammenarbeit in Forschung und Lehre sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.


Professor Juichi Yamagiwa, Präsident der Universität Kyoto, unterzeichnet das Abkommen für eine strategische Partnerschaft in Kyoto. (Foto: zVg.)

Die Universitäten Kyoto (KU) und Zürich sind seit 27. Juli 2020 offiziell strategische Partner. Damit wurde das Ziel der Universitätsleitung Wirklichkeit, eine strategische Partnerschaft in Asien aufzubauen. «Mit einem starken Fokus auf Innovation und Digitalisierung spielt Asien eine zentrale Rolle in den Bereichen Hochschulbildung, Wissenschaft und Technologie», sagt Gabriele Siegert, Rektorin ad interim.

Die Schweiz und Japan zählen weltweit zu den Besten im Bereich Innovation und belegen seit Jahren die «Top Ten» in Bezug auf Veröffentlichungen von Gesundheitspatenten. Die beiden Länder sind auch seit langem Partner in Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft und sie haben ähnliche Vorlieben für Hightech, Ausdauer und langfristige Zusammenarbeit. «Durch die strategische Partnerschaft mit der Universität Kyoto haben wir nun die Chance, mit einer der forschungsstärksten Universitäten im Fernen Osten zu kooperieren», sagt Christian Schwarzenegger, Prorektor Professuren und wissenschaftliche Information. Bereits jetzt schon sei die Zusammenarbeit fruchtbar gewesen: Analysen hätten gezeigt, dass die Publikationen aus den bestehenden Forschungskooperationen zwischen der KU und der UZH grosse Sichtbarkeit erzielen.


In Zürich unterzeichnete Prof. Christian Schwarzenegger, Prorektor Professuren und wissenschaftliche Information der UZH, das Abkommen für eine strategische Partnerschaft. (Foto: zVg.)

Intensive Vorarbeit und zukünftige Projekte
Die Unterzeichnung der strategischen Partnerschaft fusst auf einer intensiven Vorarbeit und einigen langjährigen Kooperationen. Zum Beispiel arbeiten das Institut für Regenerative Medizin (IREM) der UZH und das Center for iPS Cell Research and Application (CiRA) der KU eng miteinander. In den Fachbereichen Medizin, Natur- und Geisteswissenschaften fanden zudem bereits gemeinsame Workshops und Symposien statt.

In der Zukunft sollen diese bestehenden Kooperationen vertieft und das Spektrum neuer gemeinsamer Aktivitäten erweitert werden. Im Zentrum stehen dabei Themen der Society 5.0. Diesen Begriff prägte die japanische Regierung, er steht für eine intelligente, vernetzte und nachhaltige Gesellschaft. Oberste Ziele der Society 5.0 sind eine Verbesserung der Lebenswelt und Erhöhung von Lebensqualität. Diese Themen sind auch für die UZH von zentraler Bedeutung.

Der Aufbau von strategischen Partnerschaften ist eine von der Universitätsleitung der UZH als prioritär erklärte Massnahme der Internationalisierungsstrategie. «Die KU war unsere Wunschkandidatin», sagt Christian Schwarzenegger. Schon vor 40 Jahren gab es enge Kontakte zwischen den Rechtswissenschaftlichen Fakultäten der beiden Universitäten. Später kamen Kooperationen in den Bereichen Medizin, Biologie und Geisteswissenschaften dazu. Kyoto und Zürich sind Orte, an denen sich Tradition und Moderne kreuzen. «Es handelt sich um Orte der Bildung und der Inspiration», so Schwarzenegger.


An der Kyoto University (KU) studieren 23'000 Studierende. Gegründet wurde die zweitälteste Universität Japans 1897; sie hat bis heute elf Nobelpreisträger hervorgebracht. (Bild: iStock, YMZK-photo)

Marita Fuchs, Redaktorin UZH News
Dieser Artikel ist online erschienen.


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