Erfunden an der UZH: Ein Labor auf einem Mikrochip

Am August 14, 2025 veröffentlicht

Wasser wird in der Landwirtschaft vielseitig eingesetzt und sauberes und sicheres Trinkwasser ist weltweit eine wichtige Ressource. Das UZH Startup AiQUOS hat eine neue Technologie entwickelt, um Wasser und wässrige Lösungen überall und jederzeit zu analysieren und zu kontrollieren: ein millimetergenaues, autonomes und vielseitig einsetzbares Labor, das auf einen Chip passt. Die neue Technologie ermöglicht es, Hunderte von chemischen Sensoren mit Messinstrumenten und KI in einem einzigen Mikrogerät zu integrieren. Das Minilabor kann vielseitig eingesetzt werden, etwa in der Fischzucht, beim Hors-sol-Anbau von Pflanzen, in der Viehzucht oder bei der Kontrolle von Trinkwasser.

Entwickelt wurde die AiQUOS-Technologie in Zusammenarbeit von Josep Maria Margarit-Taulé vom Institut für Mikroelektronik Barcelona und UZH-Professorin Shih-Chii Liu vom Institut für Neuroinformatik der UZH. EU-Experten haben die Technologie als Innovation mit hohem Potenzial ausgezeichnet und es gibt bereits drei internationale Patente in über 40 Ländern. AiQUOS testet die Technologie derzeit im Rahmen von Pilotprojekten in Zusammenarbeit mit Unternehmen in der Wasserqualitätsüberwachung, Agrar- und Ernährungswirtschaft.


Text: Thomas Gull
Bild: Frank Brüderli