Schlauer als wir? Was Künstliche Intelligenz kann

24 Mär 2020

Werden intelligente Algorithmen und lernfähige KI-Systeme künftig schlauer als wir? Nehmen sie uns die Arbeit und das Denken ab oder ergänzen und erweitern sie unsere Fähigkeiten? Diesen und anderen Fragen geht das Dossier im aktuellen UZH Magazin nach. Die Redaktoren haben mit Forscherinnen und Forschern der UZH gesprochen, die sich aus ganz unterschiedlichen Perspektiven mit Künstlicher Intelligenz beschäftigen. 

Das Dossier behandelt ein breites Spektrum:

KI als Assistentin: Mein Metabot und ich. Digitale Assistenten können uns im Alltag unterstützen und uns allerlei Arbeiten abnehmen. Das macht sie für Unternehmen interessant, die uns als Kunden gewinnen wollen. Werden wir bald von KI gesteuert? Anne Scherrer, Assistenzprofessorin für Quantitatives Marketing am Institut für Betriebswirtschaft gibt Antworten.

KI und Intelligenz: Computer sind nicht neugierig. Menschen und intelligente Maschinen lernen ähnlich, sagt der Hans-Johann Glock, Professor für Theoretische Philosophie. Im Gegensatz zu uns verfolgen Computer aber keine Ziele – zumindest noch nicht. 

KI und Vorurteile: Das verborgene Leben der Vorurteile. Algorithmen sortieren für uns das Internet. Das Problem dabei: Niemand weiss genau, wie sie entscheiden. Anikó Hannák, Assistenzprofessorin für Social Computing am Institut für Informatik, ändert das gerade. Was die Informatikerin dabei herausfindet, gibt zu denken.

KI und Fairness: Zusammen schlauer werden. Kreditgesuche prüfen, Stellenbewerber auswählen: Immer öfter werden mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz Entscheide gefällt. Fairer werden sie damit nicht, sagt Ethiker Markus Christen, Geschäftsführer der Digital Society Initiative (DSI) der UZH, dennoch kann KI uns klüger machen.

KI und Gesundheit: Doktor digital. In der Medizin ist KI bereits Alltag. Sie kann den Arzt entlasten und ihm Entscheidungshilfen bieten. Die rechtlichen Probleme sind allerdings noch nicht gelöst. Michael Krauthammer, Professor für Medizin­informatik am Universitätsspital, und Kerstin Noëlle Vokinger Professorin für Gesundheitsrecht und Digitalisierung, erklären.

KI und Jobs: Nicht weniger Arbeit, sondern andere. Künstliche Intelligenz verändert unsere Arbeitswelt. Sie wird uns nicht überflüssig machen, prognostiziert Informatik-Professor Abraham Bernstein. Aber es wird neue Formen der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine geben, die uns neue, interessante Perspektiven eröffnen. 

KI und der ideale Markt: Wie Märkte klüger werden. Sven Seuken, Professor für Informatik und Ökonomie, designt komplexe elektronische Märkte mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz. Im Idealfall profitieren Anbieter und Kunden gleichermassen davon.

KI und Big Brother: Der Appetit auf Daten wächst. KI-Systeme, die Gesichter identifizieren, können für mehr Sicherheit sorgen, sagt Florent Thouvenin, Professor für Informations- und Kommunikationsrecht. Sie könnten aber auch missbraucht werden, um Menschen zu überwachen. Deshalb ist es wichtig, bestimmte Anwendungen zu regeln.

UZH Kommunikation


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