Rückblick Ethik-Höck (13.3.19) mit Dr. Philipp Schwind: "Was ist das Böse"

13 Mär 2019

"Grosses Unverständnis und tiefes Entsetzen sind typische Reaktionen von uns Menschen, wenn uns das Böse begegnet. Das sind Menschen wie wir, aber wir würden das nie tun." So charakterisiert Dr. Philipp Schwind am Ethik-Höck vom 13.März Haltung und Antworten vieler Menschen im Umgang mit sogenannt bösen Handlungen.
Und ein Alumnus meint: "Das Böse können wir nicht einfach klar abgrenzen. Es ist ein Kontinuum und unsere Anlagen zu Aggression, körperlicher Gewalt und sogar zu Sadismus könnten in früherer Zeit evolutionäre Vorteile fürs Überleben gewesen sein. Schadenfreude kann auch nahe beim Sadismus sein und wir alle haben gelegentlich solche Gefühle."

Am Ethik-Höck mit Dr. Philipp Schwind standen nicht psychologisch-biologische Erklärungen oder die Ursachen für böse Handlungen im Vordergrund, sondern die Frage, wodurch sich eine böse Handlung auszeichnet. Ziel war es, das Böse von der ethisch-normativen Seite her zu charakterisieren und zu definieren.

Das Handout im Anhang fasst in Kernaussagen die Manifestationstheorie des Bösen zusammen, welche Philipp Schwind und Felix Timmermann erarbeitet haben. Ihr Paper "The Manifestation Account of Evil" wird in Kürze publiziert.
Der Bericht greift einzelne Punkte aus dem Artikel bzw. dem Handout heraus und beschreibt einige ausgewählte Fragen der Diskussion.

Erwähnt seien die Beispiele des "Rettungsrambo", der vergifteteten Kindernahrung, des Mordes mit Kannibalismus, welche sich gut mit den drei Bedingunen (Mentale Bedinung, Verhaltensbedinung, normative Bedinung) der Theorie erklären lassen. Interessante Folgerungen ergeben sich auch bei typischen "Handlungen" der Mafia oder beim Fleisch essen. (Bericht inkl. Handout).


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