Sprachkurse für Alumni – ein Erfahrungsbericht

Jun 04, 2019

«Für mich hat alles perfekt gepasst.»

Sprachenzentrum


Wir haben zwei Alumnae UZH zum Gespräch getroffen, die einen Englischkurs bzw. einen Anfängerkurs Arabisch besucht haben. Für beide Gesprächspartnerinnen war die Sprachlernerfahrung in der jeweiligen Veranstaltung durchaus sehr positiv. Dabei sind die beiden auf unterschiedlichem Weg dazu gekommen, sich ausgerechnet beim Sprachenzentrum für einen Kurs anzumelden: die pensionierte und in Teilzeit berufstätige Ärztin Liselotte über eine Information durch die UZH-Alumni-Geschäftsstelle und die Informationsveranstaltung am Selbstlernzentrum im FS18, die Archäologin und Latein- und DaF-Lehrerin Ina, weil das universitäre Sprachenzentrum die naheliegende Erstadresse war, um nach einem Arabischkurs zu suchen.

Liselotte fand den Kurs eine geeignete Wahl, um ihren Lernzielen ein Stück näher zu kommen; sie lese Englisch, schaue sich Filme an und besuche auch englischsprachige Fachvorträge. Ina hat sich durch den Besuch des Arabischkurses ermöglicht, die auf Reisen durch arabischsprachige Länder erlebte Faszination durch das Erlernen der noch fremden Sprache und Schrift zu vertiefen; als Studentin habe sie dazu leider keine Zeit gehabt, bedauert Ina. 

Ihre Erwartungen an den Kurs seien durchaus erfüllt worden, fanden beide. Geschätzt wurden die anregende Atmosphäre, die herausfordernde und kompetente Kursgestaltung und das lerngewohnte Umfeld. Beide Alumnae erwähnen auch die grosse Lernintensität und das anspruchsvolle
Selbststudium sowohl als Merkmal aber auch als Erfolgsfaktor.

Die Durchmischung mit anderen Zielgruppen wurde als lernförderlich erlebt: Ihr Kurs sei von den Herkunftssprachen her sehr heterogen gewesen und sie habe sich als Alumna gut integrieren können, meinte Liselotte. Gemäss Ina sind die im Arabischkurs zahlreich vertretenen Alumni durch die interaktive Unterrichtsgestaltung mit verschiedensten Gruppen von Teilnehmenden ins Gespräch gekommen. Und Liselotte meint, auch wenn technische Herausforderungen im Umgang mit noch
unbekannten Tools ihr mehr abverlangt hätten, konnte sie umgekehrt auch etwas mehr Zeit investieren als die durch Studium und Arbeit sehr eingespannten Kolleginnen und Kollegen. «Und so bin ich, so denke ich, akzeptiert in der jüngeren Truppe», fügt sie hinzu.

Beide Gesprächspartnerinnen sind sehr sprachinteressiert: Liselotte ist zu Hause mit Deutsch und Französisch unterwegs und hat als Ärztin Italienisch und Spanisch gelernt; das sei für ihre berufliche Arbeit sehr wichtig gewesen, meint sie. Ina ist zweisprachig mit Deutsch und Rumänisch aufgewachsen und hat sich Italienisch, Spanisch und Portugiesisch autonom angeeignet. Für ihr Studium an der UZH musste sie dann am Sprachenzentrum Altgriechisch erwerben. Da sie selber als Lehrerin tätig ist, erlebt sie ausserdem den Rollenwechsel in die Lernendenrolle als sehr hilfreich. Liselotte schätzte am Kurs auch besonders die Aktualität der behandelten Texte und Ina den Einbezug kultureller Aspekte: «Das gefällt mir am Kurs auch sehr, dass es nicht nur ein Sprachkurs ist, sondern dass er auch Einblick in die Kultur und Denkweisen der jeweiligen Länder gibt.»

Liselotte plant den Folgekurs im FS19 zu besuchen. Und im Herbstsemester belege sie dann vielleicht doch den Japanischkurs, wie ursprünglich geplant. Ina möchte unbedingt weiter Arabisch lernen; es genüge nicht, eine solche Sprache nur während zwei bis drei Monaten zu lernen. Und sie fügt hinzu: «Es lohnt sich durchaus, es macht Spass, und es ist ein lustiges Gefühl, sieben Jahre später zurückzukommen und wieder die Schulbank zu drücken.» Und so überrascht es auch nicht, dass beide Frauen den Besuch von Sprachkursen an unserem Sprachenzentrum anderen Alumnae und Alumni nur empfehlen. Das Sprachenzentrum würde sich darüber freuen.

 

Auszug aus dem Jahresbericht des Sprachenzentrums 2018


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