
Migration im Kontext von Klimawandel und Katastrophen
Die Klimakrise ist längst mehr als eine Dystopie: Weltweit verlieren Menschen aufgrund klimatischer Extremereignisse ihre Lebensgrundlage und müssen diese andernorts neu aufbauen. Mit der interdisziplinären Forschungsinitiative RE-TRANS stellen sich Forschende der Universität Zürich (UZH) den umfassenden Herausforderungen.
Jüngsten Berichten des 6. Assessment Report 2022 des Uno-Weltklimarates IPCC (International Panel on Climate Change) zufolge wird die Anzahl der Menschen, die in Küstengebieten leben und mittleren oder extremen Meeresspiegelereignissen ausgesetzt sind, bis im Jahr 2050 auf 1 Milliarde ansteigen. Die damit zusammenhängenden erwarteten jährlichen Schäden dürften sich bis Ende des Jahrhunderts allein in Europa auf etwa 100 bis 1000 Milliarden Euro belaufen. Zum Vergleich: Stand heute liegen diese bei rund 1 Milliarde.
Klima- und umweltbedingte Katastrophen als interdisziplinäre Herausforderung
Obwohl über die letzten Jahre vermehrt zu den Auswirkungen klima- und umweltbedingter Katastrophen geforscht wurde, fehlen bis heute breitere Forschungsansätze. Um die Thematik vollumfänglich verstehen und nachhaltige Antworten geben zu können, müssen neben den Aspekten des Klimawandels deshalb auch die ökologische Degradation sowie soziale, wirtschaftliche, politische und rechtliche Rahmenbedingungen miteinbezogen werden.
Das von der Universität Zürich (UZH) lancierte Forschungsprojekt «RE-TRANS» setzt an ebendiesem Punkt an: Anhand einer systematischen und interdisziplinären Analyse sollen die fundamentalen Fragen im Zusammenhang mit Umsiedlungen und Rückzügen geklärt werden. Die Forschenden erstellen hierzu eine globale Risikokarte, erforschen mit aktuellen und historischen Fällen die Bedingungen für (nicht) erfolgreiche Umsiedlung und entwickeln schliesslich Szenarien sowie konkrete Lösungsvorschläge für die Zukunft.
Damit sollen diverse Geschäftsfelder, darunter der Finanz- und Versicherungs-, der Transport- und der Food-Sektor, dringend benötigte Antworten auf die zukünftigen Herausforderungen erhalten sowie eine rechtliche Grundlage für Umsiedlungen und Rückzüge geschaffen werden. Durch die enge Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung und den jeweiligen Regierungsstellen profitieren von dem Projekt sowohl die Spitzenforschung als auch die nationale und internationale Politik und direkt betroffene Gemeinschaften und Lokalitäten.
Ein starkes Team
Für einen Forschungsansatz wie ihn die Thematik der Umsiedlung und des Rückzugs verlangt, verfügt die Universität Zürich über ideale Voraussetzungen. Als grösste Volluniversität der Schweiz und als eine der führenden Forschungsuniversitäten Europas kommt der UZH ein enormes Potenzial zu: Durch die Zusammenarbeit von Forschenden vier verschiedener Disziplinen wird eine neue, synergetische Kollaboration geschaffen, die relevante und international hoch anerkannte Forschung miteinander verbindet.
Vom Klimawandel betroffene Gebiete
Das Projekt wird Orte angehen, an welchen die Bevölkerung schon jetzt oft an den Grenzen des Machbaren und des Bewohnbaren lebt. Im Fokus der Analyse stehen das Bengal-Delta (Meerespiegelanstieg, Küstenökosysteme), Siedlungen in der Altiplano-Region in Peru (Gletscherschmelze, ökologische Degradation), Zentralkolumbien (Hochwasser), aber auch diverse Orte in den Schweizer Bergen (Felsstürze, Murgänge).
Alle können Teil der Lösung sein. Unterstützen Sie die Anstrengungen der Forschung und tragen Sie direkt zur Bewältigung der Klimakrise bei!
Weitere Informationen im Projekt Factsheet.
UZH Foundation
Die UZH Foundation
Als gemeinnützige Stiftung fördert die UZH Foundation die Forschung und Lehre an der Universität Zürich (UZH) mit privaten Zuwendungen und unterstützt damit die UZH beim Erreichen ihrer strategischen Ziele. Dank den wertvollen Forschungsbeiträgen von Stiftungen, Privatpersonen und Unternehmen gelingt es der UZH, zukunftsweisende Forschungsvorhaben zugunsten der Gesellschaft schneller voranzutreiben. Die UZH Foundation ist von der Universitätsleitung mit der privaten Drittmittelbeschaffung für die Forschungsinitiative RE-TRANS beauftragt.
Werden Sie jetzt Teil der Lösung und nehmen Sie Kontakt mit der UZH Foundation auf:
Sabine Schweidler, Partnerschaften Förderstiftungen und Privatpersonen
Telefon +41 44 634 61 85, Mobile +41 76 576 75 47, [email protected]
Linda Schweizer-Thong, Unternehmenspartnerschaften und Philanthropie
Telefon +41 44 634 61 77, Mobile +41 76 412 91 16, [email protected]
