Innovation made in Zurich: Ein Anlass voller Ideen, Begegnungen und Aha-Momente

Veröffentlicht am 6. November 2026

Manchmal passt einfach alles zusammen: ein spannendes Thema, inspirierende Referierende, ein neugieriges Publikum und ein Veranstaltungsort, der das Thema nicht nur beherbergt, sondern verkörpert. Der diesjährige Herbstanlass von UZH Alumni im Bio-Technopark Schlieren war genau so ein Tag. 

Unter dem Titel «Innovation made in Zurich» versammelten sich Alumni, Forschende, Unternehmer:innen und Innovationsfördernde, um gemeinsam der Frage nachzugehen, wie aus Forschungsideen und wissenschaftlichen Erkenntnissen konkrete Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft entstehen.

In seiner Begrüssung betonte UZH-Alumni-Präsident Alex Rübel, dass Innovation selten im Alleingang entsteht. Forschung, starke Netzwerke und der Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft seien zentrale Voraussetzungen für erfolgreiche Innovationen. Genau diese Verbindungen sichtbar zu machen, war das Ziel des Anlasses.

Von der Forschung zur Innovation

Den Auftakt machte Dr. Maria Olivares, Head Innovation UZH und Leiterin des UZH Innovation Hub. Sie zeigte auf, welche Innovationskraft an der Universität Zürich steckt: Seit 1997 sind 168 Spin-offs aus der UZH hervorgegangen. Innovationsförderung bedeute dabei weit mehr als Finanzierung. Es gehe darum, Forschende zu befähigen, das Potenzial ihrer Ideen zu erkennen, Märkte zu verstehen, Netzwerke aufzubauen und unternehmerische Kompetenzen zu entwickeln. Besonders unterstrich sie die Bedeutung eines starken Innovationsökosystems, in dem Universitäten, Spitäler, Investoren, Innovationsparks und Unternehmen zusammenwirken.

Warum Schlieren ein Hotspot für Life Sciences ist

Mario Jenni, CEO und Mitgründer des Bio-Technoparks Zürich sowie selbst UZH-Alumnus, zeichnete anschliessend die bemerkenswerte Entwicklung des Standorts Schlieren nach. Aus einem ehemaligen Industrieareal ist in den letzten zwei Jahrzehnten einer der bedeutendsten Life-Science-Hubs der Schweiz gewachsen. Jenni zeigte anhand vieler Beispiele, wie aus universitärer Forschung erfolgreiche Unternehmen hervorgehen und wie entscheidend die enge Vernetzung von Wissenschaft, Kapital, Infrastruktur und Unternehmertum für diesen Erfolg ist.

Der Weg von der Idee zur Anwendung

Einen konkreten Einblick in diesen Transfer von der Forschung in die Praxis gab Ralph Schiess, CEO und Mitgründer von ZH3D. Mit dem Zürich Hub für Arzneimittel- und Medizinproduktentwicklung unterstützt ZH3D Forschende dabei, innovative Therapien und Medizintechnologien durch die komplexen regulatorischen und technologischen Anforderungen zu begleiten. Schiess machte deutlich, wie wichtig interdisziplinäre Teams, Qualitätsstandards, Ausdauer und die richtige Unterstützung sind, um neue Entwicklungen erfolgreich in die klinische Anwendung zu überführen.

 Podiumsdiskussion: Innovation braucht Ökosysteme

Im anschliessenden Podiumsgespräch diskutierten Michael Stumpp (Molecular Partners), Dr. Marta Roccio (GEARiT) und Mario Jenni unter der Moderation von Dr. Maria Olivares, welche Faktoren Innovation ermöglichen und welche Herausforderungen auf dem Weg von der Forschung zum Unternehmen zu bewältigen sind. Dabei wurden die unterschiedlichen Realitäten entlang des Innovationsprozesses sichtbar: vom Forschungsprojekt in einer frühen Entwicklungsphase über den Aufbau eines Start-ups bis hin zum international erfolgreichen Biotech-Unternehmen.

Die zahlreichen Fragen aus dem Publikum zeigten, wie stark die Themen Innovation und Unternehmertum die Alumni-Community beschäftigen.

Innovation zum Anfassen

Beim gemeinsamen Mittagessen in herbstlicher Atmosphäre standen der persönliche Austausch und neue Begegnungen im Mittelpunkt. Alumni unterschiedlichster Fachrichtungen und Generationen kamen miteinander ins Gespräch, ganz im Sinne des Anlasses.

Die «Innovation Bites» am Nachmittag boten kompakte Einblicke in Unternehmen und Institutionen des Bio-Technoparks. Danach öffneten sich Türen, die der Öffentlichkeit normalerweise verborgen bleiben: In exklusiven Führungen erhielten die Teilnehmenden Einblicke in moderne Tumordiagnostik, innovative Ansätze in der Demenzforschung, die Entwicklung neuer Arzneimittel und die Förderung junger Life-Science-Projekte im UZH Incubator Lab.

Wer an diesem Tag dabei war, ging nicht nur mit neuen Kontakten nach Hause, sondern auch mit einem vertieften Verständnis dafür, wie Innovation entsteht und was die Universität Zürich und ihr Umfeld an Innovationskraft in die Gesellschaft tragen. 


Text: Zsofia Kantor, UZH Alumni
Bilder: Joanna Lesniewska 

 

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