Wissen aktuell halten: Weiterbildungsprogramme der UZH

Published on May 13, 2026

Die Anforderungen an unseren beruflichen Alltag verändern sich gerade so schnell wie noch nie. Die Halbwertszeit von Wissen wird kürzer: Was im Studium aktuell war, kann wenige Jahre später bereits überholt sein. Weiterbildung wird damit zum zentralen Instrument, um fachlich anschlussfähig zu bleiben. Die Universität Zürich setzt auf Programme, die wissenschaftliche Fundierung mit beruflicher Praxis verbinden.

Neue Technologien, gesellschaftliche Veränderungen und wachsende Komplexität prägen viele Branchen. Lebenslanges Lernen ist deshalb Voraussetzung für berufliche Weiterentwicklung ebenso wie für persönliche Orientierung. Das Weiterbildungsprogramm der UZH verknüpft wissenschaftliche Erkenntnisse gezielt mit deren Anwendung im Berufsalltag.

Diese Verbindung ist für viele Teilnehmende zentral: «Um mein Fachwissen als Zahnärztin gezielt zu vertiefen, habe ich mich für den dreijährigen MAS in Implantologie entschieden. Besonders motivierend sind für mich die international anerkannten Fachreferent:innen und der evidenzbasierte Aufbau der Weiterbildung. Mit jedem Modul werde ich sicherer und integriere das Gelernte zunehmend in meinen Praxisalltag», beschreibt Irina Karakas-Stupar, Studentin des MAS Orale Implantologie.

Neben der fachlichen Vertiefung gewinnen auch Kompetenzen in neuen Funktionen an Bedeutung. Bernhard Nievergelt, Dozent des CAS Leadership and Governance, erklärt: «Für viele Forschende ist Führung kein vertrautes Terrain – sie müssen sich das Wissen zu Themen wie Personalführung, strategischer Steuerung, Finanzverantwortung oder Raumnutzung erst erarbeiten. Genau hier setzt unser CAS an. Die Inhalte werden laufend weiterentwickelt, aktuell rücken Finanzen und KI in den Fokus.» 

Bezug zur beruflichen Praxis

Der Nutzen einer Weiterbildung zeigt sich vor allem dort, wo sie an konkrete berufliche Fragestellungen anknüpft. An der UZH werden Inhalte deshalb so vermittelt, dass sie direkt im Arbeitsalltag eingesetzt werden können. 

Zugleich ist Weiterbildung ein Ort des Austauschs. Teilnehmende profitieren von der Vielfalt an beruflichen Hintergründen und Perspektiven – ein Aspekt, der über die reine Wissensvermittlung hinausgeht und oft langfristige Netzwerke entstehen lässt. Irina Karakas-Stupar bestätigt: «Der Austausch mit den Mitstudierenden ist inspirierend – wir lernen voneinander, reflektieren und wachsen gemeinsam.»

Weiterbildung als fortlaufender Prozess

Für viele Alumni und Alumnae ist Weiterbildung kein einmaliges Projekt, sondern Teil einer langfristigen Entwicklung. Sie hilft, Wissen zu aktualisieren, Kompetenzen auszubauen und sich in einem dynamischen Umfeld zu orientieren. Gleichzeitig eröffnet Weiterbildung neue Perspektiven auf die eigene Arbeit und stellt bestehende Annahmen infrage – als fortlaufender Prozess. 


Weiterbildungs-ABC 

C wie CAS (Certificate of Advanced Studies)
Ein Kurzprogramm von meist 3–6 Monaten, das praxisnahes Wissen in einem Fachgebiet vermittelt; oft anrechenbar an DAS- oder MAS-Programme.

D wie DAS (Diploma of Advanced Studies)
Vertiefendes Programm, meist 6–12 Monate, für Fachleute, die sich gezielt weiterqualifizieren möchten, ohne ein volles MAS-Programm zu absolvieren.

M wie MAS (Master of Advanced Studies)
Ein berufsbegleitender Masterabschluss für Hochschulabsolvent:innen, der Theorie und Praxis verbindet; dauert in der Regel ein bis mehrere Jahre. Ein MAS-Abschluss führt zu einem akademischen Titel.

W wie Weiterbildungskurse
Ein- bis mehrtägige Kurse zu spezifischen themen, in der Regel ohne formalen Leistungsnachweis.


Anna-Julia Lingg Kosch, UZH Alumni
Quelle: Weiterbildungsprogramm der UZH 2026